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Geschichte

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Geschichte des Ansbacher Fussballs

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Fussballpionier Oskar Schäfer war
der Begründer des Ansbacher Fussballsports.
Oskar Schäfer starb im Alter von 80 Jahren.

Den Grundstein des Ansbacher Fussballsports und damit der Spielvereinigung Ansbach legte im Jahre 1909 Oskar Schäfer, der aus Stuttgart gekommen war und auf der Ansbacher Hofwiese, am Urlasplatz und später auf dem Gelände beim Überlandwerk mit weiteren Fußballbegeisterten dem runden Leder nachjagte. Ihm ist es zu verdanken, dass im Jahre 1909 im Turnverein ( TV ) 1860 Ansbach eine Fussballabteilung gegründet wurde. Bereits 1912 entstand ein weiterer Verein, nämlich der 1. FC Ansbach. Man lieferte sich somit in der damaligen C-Klasse unvergessliche Lokalkämpfe, doch der Kriegsausbruch in den Augusttagen 1914 bereitete den Spielen ein jähes Ende.

Nach etwa 3 Jahren ( 1917 ) fanden bereits erste Besprechungen zu einer neuen Vereinsgründung statt. In der Satzung des neuen Vereines "Spielvereinigung Ansbach" wurde das Gründungsjahr 1909 geführt, gleiches ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Ansbach vermerkt. 

Die Siegesserie der neugegründeten 1. Fussball-Elf setzte sich fort, sie wurde B-Klassenmeister und dann folgte der sensationelle Aufstieg in die Kreisliga im Jahre 1928 als A-Klassenmeister von Mittelfranken. Im Entscheidungsspiel gegen den 1. FC Zirndorf am 13. Mai 1928 gewann die SpVgg mit 2:1 Toren.

Der Ansbacher Fussballsport wurde immer beliebter und zahlreiche Erfolge konnten errungen werden. In diesen Jahren war es besonders Karl Himmelseher, welcher als überragende Spielerpersönlichkeit seinen Farben voranging. Trotzdem konnte der Abstieg aus der Kreisliga im Jahre 1937 nicht verhin-dert werden, da durch die Einführung der Wehrpflicht (1935) grosse personelle Fluktuationen den Mannschaftskader schwächten.

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Der Sportplatz an der Sedanstraße (heute Stahlstraße) mußte 1939 zwangsweise geräumt werden. An seiner Stelle entstand eine Kugellagerfabrik. Das Bild wurde 1927 während eines Gastspiels des Deutschen Meisters 1. FC Nürnberg aufgenommen.

Schmerzlich traf den Verein der Verlust seines Sportplatzes mit Tribüne an der Sedanstrasse (heutige Stahlstrasse).

Damals kündigte die Stadt Ansbach als Eigentümer des Grundstückes 1939 den Pachtvertrag und verfügte die sofortige Räumung. Es gelang jedoch den früheren FC-Platz auf der alten Füllgrube am Mühlbach wieder herzurichten, nachdem der Turnerschaftsplatz an der Türkenstrasse wegen zahlreicher Parteiveranstaltungen nicht mehr zur Verfügung stand.


Trotzdem wurde weiter Fussball gespielt und talentierte Nachwuchskräfte rückten in die 1. Mannschaft nach, so z. B. Hermann Blendinger, Hans Egersdörfer, Hans und Fritz Weigel, Franz Heumann und Richard Hierl. Aber auch sie wurden nach und nach zum Kriegseinsatz berufen. Erst die Katastrophenmonate vor Kriegsende setzten den Fussballsport in Ansbach ein Ende. Mit dem Einmarsch der amerikanischen Truppen im April 1945 wurden sämtliche Sportvereine in der Stadt aufgelöst.

Die SpVgg 09 Ansbach hatte aufgehört zu existieren.


Wiederaufbau

Im Sommer 1945 wurde von der amerikanischen Besatzungsmacht die Gründung eines Sportvereines zugelassen, der sich "Sportverein Ansbach" (SVA) nannte. In ihm sollten alle Zweige vom Turnen und Sport zusammengefasst werden. Im Juli des gleichen Jahres erhielt die neugegründete Fussballabteilung im SVA eine Sondergenehmigung der amerikanischen Dienststelle zur Austragung von Wettkämpfen, allerdings mit der Auflage für jedes Spiel erneut eine Genehmigung der Amerikaner einzuholen. Erst Anfang 1946 wurde von der US-Militärbehörde eine generelle Spielerlaubnis erteilt, der Privatspielbetrieb stand damals im Mittelpunkt.

Zu Beginn des Jahres 1946 wurde unsere 1. Fussballmannschaft der 1. Kreisliga Nürnberg / Fürth zugeordnet. Spieler wie Hans Buschhüter, Rudi Grießhammer, Hans und Fritz Weigel und viele andere gehörten zum aktuellen Kader.

Am 30. Oktober 1948 wurde der Sportverein Ansbach aufgelöst und in Turn- und Sportverein (TSV) Ansbach umbenannt. Aktive Spieler waren u. a. Helmut Görgl, Max Kluge, Karl Harpointner oder Walter Kimmler. Aus der Kriegsgefangenschaft kehrten z. B. Hans und Karl Egersdörfer, Richard Hierl, Theo Hübsch und Franz Heumann heim. Für alle Spieler wurde nun der Paßzwang eingeführt, jedoch ließen sich die Aktiven durch die Widrigkeiten dieser Jahre das sportliche Gedankengut nicht nehmen. Zahlreiche interessante Spiele fanden in den darauffolgenden Jahren auf dem Platz an der Türkenstrasse statt, so u. a. gegen den 1. FC Nürnberg (vor über 5.000 Besuchern) und dem 1. FC Bamberg. Oftmals spielte man auch gegen eine Letten-Auswahlmannschaft oder gegen die Reserve von Bayern München, die SpVgg Fürth, BSG Zeiss-Jena oder Jahn Regensburg.

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Bis zum Jahre 1950 spielte unsere Mannschaft wegen der starken Konkurrenz der Nürnberg / Fürther Vereine keine herausragende Rolle und so war auch der Abstieg im Spieljahr 1950 / 51 infolge zahlreicher Spielerabgänge nicht mehr abzuwenden. Das entscheidende Spiel gegen Vach wurde mit 2:3 verloren.

Bei der Gründungsversammlung waren über 120 Fussballfreunde in die Traditionsgaststätte "Zum Platengarten" gekommen. Die Fenster waren weit geöffnet, damit auch die grosse Schar von Anhängern draussen vor dem Lokal das Geschehen verfolgen konnte. Einstimmig und unter grossem Jubel wurde beschlossen, den alten Fussballverein "Spielvereinigung Ansbach 09" wieder neu ins Leben zu rufen. Das Vertrauen der Versammlung erhielten als 1. Vorstand Ernst Enser, seine beiden Stellvertreter wurden Karl Himmelseher und Leonhard Seßner. Den Spielausschuss leitete Hans Buschhüter, für die Finanzen zeichnete Heinz Doczkal verantwortlich und für die Betreuung der Jugend wurde Willi Born-dörfer und Hans Arnold verpflichtet. Die Anzahl der Vereinsmitglieder stieg rasch auf über 400 an und schon im Jahre 1953 konnte unsere 1. Fussballmannschaft den Wiederaufstieg in die 2. Amateurliga erreichen. Desweiteren konnten deren sechs Schüler- und Jugendmannschaften zum Spielbetrieb angemeldet werden. Nachdem man in der Saison 1954 / 55 den bitteren Weg in die A-Klasse antreten musste, konnten wir im Mai des Jahres 1956 den Wiederaufstieg in die 2. Amateurliga (heutige Bezirksliga) gebührend feiern. Im Entscheidungsspiel auf neutralem Platz in Gunzenhausen besiegte unsere Elf die Mannschaft vom TSV Dürrwangen vor mehr als 3.000 Zuschauern mit 1:0 und der sofortige Wiederaufstieg war perfekt.


 

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Hans Buschhütter

Herausragendes Ereignis in diesem Zeitabschnitt war der Bau von zwei neuen Rasenspielfeldern unter der Federführung des damaligen 1. Vorsitzenden Hans Buschhüter. Der stets nach vorne blickende Rheinländer leitete von 1957 bis 1972 als 1. Vorsitzender die Geschicke der Grün-Weissen und wurde deshalb völlig verdient im Jahre 1974 zum Ehren-Vorsitzenden ernannt. Hans Buschhüter war auch der Motor für die Planung des neuen Clubheimes, welches an späterer Stelle dieses Berichtes nochmals Beachtung finden wird.

Mit Unterstützung der Mitglieder sowie großartiger engagierter Eigenleistung wurden die Rasenspielfelder gegen Ende des laufenden Jahrzehnts abgeschlossen und somit konnte ein geregelter Trainings- und Spielbetrieb garantiert werden.

Ein gezielter sportlicher Aufstieg war auch deshalb nicht möglich, weil es keine Spielräume im finanziellen Bereich gab, denn die wenigen vorhandenen Mittel mussten für die Baumaßnahmen eingesetzt werden. Es war auch damals schon so, dass man ohne gezielte Verstärkungen aus der Region auf der Stelle treten musste.


 

Die SpVgg 09 in den "Siebzigern"

Auch in dieser Epoche sollte es so bleiben, dass eine kontinuierliche Weiterentwicklung im sportlichen Bereich nur sehr zäh voranging. Allerdings wurden punktuell ganz hervorragende Ergebnisse erzielt, so z. B. die Vizemeisterschaft der 1. Mannschaft im Spieljahr 1976 / 77. Im selben Jahr schaffte auch die A-Jugend unter dem damaligen Trainer Heinz Kötzel sensationell den Aufstieg in die Bayernliga, welche sie jedoch bereits nach einem Jahr wieder verlassen musste. Das Jahr 1972 brachte einen Generationswechsel im Vorstand mit sich. Gewält wurden in der Reihenfolge die Sportfreunde Hans Weber, Willi Grimm und Alfred Stöckert. Leider verließen Grimm 1974 und Weber 1975 aus jeweils beruflichen Gründen Ansbach. Wieder konnten die Glanzpunkte zunächst einmal bei den Baumaßnahmen gesetzt werden. Nach der Installation einer Flutlichtanlage auf dem B-Platz, beschäftigte man sich ganz intensiv mit der Planung eines neuen Clubheimes mit Umkleidekabinen und Platzwartwohnung. Diese Großprojekt wurde dann auch tatsächlich nach vielen kleinen und großen Hindernissen in Angriff genommen und konnte im Jahre 1976 seiner Bestimmung übergeben werden. Jetzt hatte unsere SpVgg eine Sportparkanlage, die sich sehen lassen und endlich eine Heimat auf Dauer, in der man sich wohlfühlen konnte. Die finanziellen Belastungen konnten erfreulicherweise in Grenzen gehalten werden und so hatte Richard Hierl, seit 1975 1. Vorsitzender, auch einmal verstärkt die Möglichkeit, sich um den sportlichen Bereich zu kümmern

Hierzu trugen positiv bei die Neugründungen der Fussball-Abteilungsleitung am 30. April 1979 sowie des Fördererkreises am 01. Juli 1979. Niemand hätte sich damals träumen lassen, welche Bedeutung dieser Kreis einmal erlangen würde. Verantwortlich für beide Bereiche war damals Georg Weigel. Durch diese Änderung in der Führungsstruktur wurde die Vorstandschaft von vielen Detailfragen entlastet. Andererseits konnten die Verantwortlichen der Fussballabteilung ihr Augenmerk voll auf den sportlichen Sektor richten.

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Man beachte Wolfgang Bartusch (ober Reihe 5. v.l) und Hubert Müller (untere Reihe 4. v.l)..

 

Die "80er" Jahre

Der alles überstrahlende Erfolg in diesen Jahren war der Aufstieg unserer 1. Mannschaft in die Landesliga "Mitte" im Spieljahr 1984/85.

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Oben v.l.n.r: Manfred Meckler, Wolfgang Bartusch (Trainer), Peter Kraft, Rainer Weidlein, Norbert Göppel, Arthur Cange, Wolfgang Weidlein, Norbert Weidlein, Klaus Bischhof, Robert Wulf, Robert Weiß, Herbert Iwanowitsch (Co-Trainer), Martin Messerer (Spielleiter) Mitte v.l.n.r.: Gerhard Bammes, Bernhard Kroner, Willi Rauscher, Manfred Nefzger, Reiner Mitsch, Helmut Zeiler, Klaus Heining, Uli Lummer, Rüdiger Schuler, Josh Huck Unten v.l.n.r.: Uli Meyer, Jürgen Schneider, Thomas Geret, Gerhard Aicher, Franz Hochreiner, Andreas Schorr, Karlheinz Ziegler, Gerhard Purkart, Reinhard Stieber


Es brauchte 3 Aufstiegsspiele ehe der Erfolg schliesslich mit einem 1:0 über den FC Miltach am Pfingstwochenende 1985 in trockene Tücher gebracht werden konnte. Alle Spieler sowie die Verantwortlichen und die Fans erinnern sich sehr gerne an die erfolgreichen Wochen in denen bis dato auf sportlichem Sektor alles erreicht wurde. Die Feiern nahmen bei der SpVgg schon immer ein breites Feld ein und somit muss an dieser Stelle nicht ausdrücklich erwähnt werden, dass alleine die Aufstiegsfeier nach dem Miltacher Spiel über zwei Tage andauerte.

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Trainer Wolgang Bartusch
Trainer in der Spielzeit 89/90
Bereits seine siebte Saison
als Cheftrainer
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Manfred Meckler
Fussballabteilungsleiter

Bereits ein Jahr vor diesem Erfolg feierte die SpVgg das 75jährige Vereinsjubiläum. Höhepunkt der Festwoche war der festliche Gala-Abend in der Orangerie sowie das Gastspiel des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach im Ansbacher Stadion. Rund 5.000 Zuschauer passierten die Stadiontore, an der Spitze Oberbürgermeister Dr. Zumach. Man unterlag den mit mehreren Nationalspielern angetretenen Gästen mit 1:6 Toren. Das Vorspiel bestritt eine Auswahl verdienter ehemaliger Akteure der Grün-Weissen wie etwa Hubert Müller, Kurt Eschenbacher, Erich Stadler, Hans Weber, Alfred Stöckert, Werner Großer, Dieter Dietrich, Heiner Mehringer, Ernst Funk, Gerhard Bürger, Joe Klein, Harald Richter und Leonhard Meierhöfer. Das Ergebnis gegen eine Landkreisauswahl lautete 2 : 2 Unentschieden. Als weiteres High-Light ist anzuführen der Einzug in die Erste DFB-Pokal-Hauptrunde im Sommer des Jahres 1985. Das Los bescherte uns ein Heimspiel gegen den Bundesligisten Waldhof Mannheim mit dem Trainer-Unikum Klaus "Schlappi" Schlappner. Mehr als 6.000 begeisterte Zuschauer verfolgten im städtischen Stadion die knappe 0 : 3 Niederlage unserer Elf, die sich hervorragend schlug.

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Unsere 1. Mannschaft spielte in den ersten 3 Jahren in der sehr starken Landesliga naturgemäß jeweils gegen den Abstieg. Diese Liga wurde im Jahr 1988 noch aufgewertet, da zwischen Bezirks- und Landesliga noch die Bezirksoberliga eingeflochten wurde. Für die Saison 1988/89 hatten sich die Verantwortlichen einen einstelligen Tabellenplatz zum Ziel gesetzt. Dieser wurde schließlich nach einer völlig verkorksten Vorrunde tatsächlich noch erreicht und bedeutete zum damaligen Zeitpunkt das beste Ergebnis, welches die SpVgg jemals mit der 1. Mann-schaft erzielen konnte. Nach dem Aufstieg unserer 1. Mannschaft spielte unsere "Zweite" um Punkte in der C-Klasse. Aber nicht lange, denn bereits ein Jahr später gelang der Aufstieg in die B-Klasse.

Fortsetzung bis zum heutigen Tage folgt noch...

Wir bedanken und für die tatkräftiger Unterstützung unseres Ehrenvorsitzenden Hans Buschhüter sowie unseres dritten Vorstandes Wolfgang Weidlein.


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